Piercings stechen lassen: Stellen, Techniken & mehr
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Viele Menschen möchten ihren Körper gerne mit einem Piercing verschönern. Der Körperschmuck liegt aktuell schließlich wieder voll im Trend und begeistert vor allem die junge Generation, sodass diese häufig, sobald es ihr Alter erlaubt, den Weg zu dem Piercer ihres Vertrauens antritt.
Abhängig davon, an welcher Stelle des Körpers das Piercing gestochen werden soll, gibt es jedoch verschiedene Dinge zu beachten. Welche das sind und welchen Techniken sich die Piercer bei ihrer Arbeit bedienen, erklärt der folgende Beitrag.
Die unterschiedlichen Piercing-Stellen
Die Augenbrauen
In den Augenbrauen verlaufen nahezu keine Nervenbahnen, sodass kaum ein Risiko eingegangen wird, diese mit dem Piercing zu verletzen. Die Heilung des Augenbrauen-Piercings zeigt sich daher in der Regel als überaus schnell und unkompliziert.
Menschen, die generell empfindlich auf äußere Einwirkungen reagieren, sollten allerdings bedenken, dass es durchaus für einige Zeit zu einer Schwellung des jeweiligen Bereiches kommen kann.
Die Nase
Die Nase weist einen recht hohen Anteil an Knorpel auf – geht es darum, ein Piercing zu stechen, zeigt sich dies durchaus als Vorteil.
Die anschließende Pflege geht allerdings mit einem gewissen Aufwand einher, da die Nase ebenfalls von innen desinfiziert werden muss. Einen wertvollen Helfer dabei stellt jedoch ein einfaches Wattestäbchen dar.
Die Lippe
Durchaus schmerzhaft kann sich im Gegensatz dazu ein Lippen-Piercing zeigen. An dieser Körperstelle verlaufen zahlreiche Nerven, sodass die Lippen einen sehr empfindlichen Bereich darstellen.
Nach dem Stechen des Piercings ist daher unbedingt auf eine sorgfältige Hygiene zu achten, um zu verhindern, dass es zu einer Entzündung kommt.
Die Zunge
Als heikel lässt sich ebenfalls das Zungen-Piercing bezeichnen. Wird bei dem Stechen an dieser Stelle nicht professionell und korrekt vorgegangen, besteht sogar das Risiko des Verlusts des Geschmacksinns.
Es lässt sich jedoch als normal bezeichnen, dass für einige Tage eine Schwellung an der Zunge nach dem Stechen auftritt. Idealerweise wird die Nahrung für diese Zeit daher nur in flüssiger Form mithilfe eines Strohhalms vorgenommen.
Das Ohr
Das Ohr weist, wie auch die Nase, einen hohen Knorpelanteil auf. Das Stechen des Piercings fällt somit nicht überdurchschnittlich schmerzhaft aus und auch die Pflege im Anschluss ist ohne großen Aufwand zu bewältigen.
Die Brustwarze
Eine der empfindlichsten Stellen für ein Piercing stellt die Brustwarze dar. Aus diesem Grund sollte die Entscheidung, diese mit einem Schmuckstück zu verschönern, gut abgewogen werden.
An der Brustwarze besteht ebenfalls stets ein gewisses Risiko, dass es zu einer Schädigung der Nerven in diesem Bereich kommt. Dennoch – der Pflegeaufwand eines Nippelpiercings zeigt sich im Anschluss als recht überschaubar.
Der Bauchnabel
Ein echter Klassiker unter den verschiedenen Piercing-Stellen besteht in dem Bauchnabel. Dieser eignet sich für das Tragen eines Schmuckstücks überaus gut.
Das Abheilen verläuft zügig, eine Schädigung der Nerven ist kaum zu befürchten und auch die Heilung verläuft in der Regel unproblematisch.
Der Intimbereich
Wird die Entscheidung getroffen, ein Intimpiercing stechen zu lassen, erfolgt dies häufig aus Gründen eines gesteigerten Lustempfindens.
Allerdings sollte bei einem Piercing im Intimbereich generell besonders vorsichtig agiert werden, denn der Piercer benötigt durchaus eine gewisse Erfahrung, um die korrekte Stelle zu treffen und dabei keine wichtigen Nerven zu schädigen.
Piercings – Diese Techniken stehen zur Verfügung
Im traditionellen Sinne wird unter dem Stechen eines Piercings verstanden, dass es zu einem Durchstechen der Haut mithilfe einer sterilen Kanüle, die auch als Venflon bezeichnet wird, kommt. Nach der Entfernung der Nadel verbleibt an der Stelle ein kleines Plastikröhrchen. Dieses wird im Anschluss durch das erste Schmuckstück ausgetauscht.
Einige Menschen entscheiden sich allerdings auch für das sogenannte Punchen. Genutzt wird bei dieser Technik eine Nadel, die sich als hohl zeigt und deren Spitze flach ausfällt. Diese spezielle Nadelform dient dazu, aus dem Stichkanal Gewebe vollkommen heraus zu stanzen beziehungsweise zu entfernen.
Eine weitere beliebte Technik des Piercens besteht in den Surface Piercings. Bekannt sind diese auch unter den Begriffen Oberflächenpiercing und Hautpiercing. Wie ihre Bezeichnung es bereits vermuten lässt, sitzen diese auf der Oberfläche der Haut, was bedeutet, dass sich der Einstich- und der Ausstichkanal auf einer Ebene befinden.
Eine spezielle Form des Surface Piercings besteht in dem Dermal Anchor. Hierbei werden die Piercings unter der Hautoberfläche platziert. Verwendet werden Implantate im Miniaturformat, welche die Form eines kleinen Plättchens aufweisen, das wiederum über ein senkrechtes Innengewinde verfügt. In die Haut wird so im ersten Schritt eine runde Öffnung gepunched, in welche das Implantat im Anschluss eingesetzt wird.